Heute ist das Wetter deutlich besser. So um Sieben kommt die Nachricht, dass die Frauen unterwegs zum Fischen sind. Wir starten los mit ein paar Männer und treffen die Frauem mit ihren Kindern tief im Wald, nach einer halben Stunde Lauf. Etwa 50 Personen, die sich auf den Fischfang vorbereiten, die letzten Bemalungen anbringen, um dann alle zusammen weiter zu laufen.

Nach einer weiteren knappen Stunde ist der mäandernde kleine Bach erreicht. Die Männer zerstampfen mit vor Ort gemachten Stösseln zu einem Brei, der in den danach über längere Zeit im Bach freigerührt werden. Die vielen Frauen und wenigen Männer stellen sich nun auf vielen hundert Metern entlang dem Bach auf und warten. Das Gift der Blätter betäubt die Fische, sodass sie von den Personen im Fluss von Hand oder mit dem Messer, teils mit dem Pfeilbogen, einfach gefangen werden können. Der Bestand an Fischen wird sich wegen der starken Migration relativ schnell erholen können. Der ganze Fischfang wirkt auf mich wie pure Magie – die grosse Gemeinschaftsarbeit tief im Wald und dem gemeinsamen Fischfang, der redlich aufgeteilt wird.